Kleiner Milchladen – große Oper

Dresden de luxe – ein Gesamtkunstwerk / Rückblick auf eine entspannte Kurzreise

Hoch hinaus ging’s für eine Leserreisegruppe der SZLZ gleich am Anreisetag: Vom Turm der Frauenkirche über Dresden zu blicken war ohne Zweifel ein supertoller Auftakt. Das Programm blieb auch sonst auf einem hohen Niveau.

Dresden. Immerhin 174 Stufen und teils 14 Prozent Steigung auf einer Wendelrampe. Doch der Ausblick entschädigte für alles. Resonanz der Gipfelstürmer: So anstrengend war das gar nicht! Anschließend besichtigte die Gruppe die Frauenkirche. So erhielten die SZLZ-Leserreisenden viele Details unter anderem über die sehr schwierige Arbeit des Zusammensetzens der Steine, die vom Feuersturm übrig geblieben waren. Die Altstadt wurde im Zweiten Weltkrieg durch die Phosphorbomben völlig zerstört. Für den Wiederaufbau nahm man alte, noch intakte Steine und füllte den Rest mit neuen aus dem Elbsandsteingebirge auf.
Die Stadtrundfahrt am nächsten Tag führte auch in die Neustadt. Hier gab es keinen Bombenhagel. So sah die Reisegruppe alte schöne Villen und kleine Schlösschen aus der Gründerzeit und dem Jugendstil, wunderschön anzusehen in ihren Gärten. Und dann hielt der Bus vor dem schönsten Milchladen der Welt. Im 19. Jahrhundert wurde er von den Gebrüdern Pfund gegründet und steht inzwischen im Guinnessbuch der Rekorde. Der Laden ist komplett mit kunstvoll handbemalten Kacheln, die landwirtschaftliche Motive zeigen, versehen. Wunderschön.
Am Abend dann die hohe Kultur in der Semperoper mit „La Traviata“ von Giuseppe Verdi. Auch für Christine Thieme aus Hessische Oldendorf „das absolute Highlight dieser Reise“. Die Violetta, dargestellt von Adela Zaharia, Sopranistin, hatte eine ganz wunderbare starke Stimme. Sie verkörperte die anspruchsvolle Rolle durch eine tolle schauspielerische Leistung. Auch die junge Dirigentin Clelia Cafiero war einfach großartig. „Und dann die Semperoper, sie ist innen wie außen ein Prachtstück.“
Für viele Leserreisende klang dieser wunderbare Abend an der Hotelbar aus. Am nächsten Tag ging’s schon zurück ins Schaumburger Land. , aber nicht ohne sich mit allerlei Prospekten versorgt zu haben, denn der nächste Kurzurlaub in dem Gesamtkunstwerk Dresden ist schon geplant.

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Autor:

Bild von Petra Fricke
Petra Fricke
Freie Mitarbeiterin bei der SZ/LZ

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